Hilfe bei eingewachsenen Haaren

Eingewachsene Haare durch die Epilation: wie sie entstehen und wie man sie wieder los wird

Wie entstehen eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare bekommt man häufig als Folge einer dauerhaften Haarentfernung. Das gute Vorweg: eingewachsene Haare sind in der Regel völlig ungefährlich. Meistens treten sie in Regionen auf, in denen die Körperbehaarung regelmäßig entfernt wird.

Das heißt, bei Frauen sind häufig die Beine, Achseln oder Bikinizone betroffen, während Männer mit eingewachsenen Haaren in Gesicht, auf der Brust oder am Rücken zu kämpfen haben.

Da bei eingewachsenen Haaren das Haar nach innen anstatt nach außen wächst, können eitrige oder entzündete Pusteln entstehen. Der Körper nimmt das nach innen Wachsende Haar nämlich als Fremdkörper wahr und versucht dieses loszuwerden. Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, wie man die lästigen Härchen ohne größere Schäden wieder loswird. Darauf werde ich aber später nochmal genauer eingehen.

Wichtig ist jedoch, vor und nach der Haarentfernung gewisse Rituale einzuhalten, um der Problematik auf Dauer den Kampf anzusagen. Welche besonderen Mittel und Cremes dagegen helfen und ob eine Pinzette bei der Entfernung wirksam ist, werde ich dir natürlich auch noch im Laufe dieses Artikels berichten.

Wie entfernt man eingewachsene Haare am einfachsten?

Es gibt viele Möglichkeiten, eingewachsene Haare zu entfernen. Drei grundlegende Varianten können hierbei aber unterschieden werden.

  • Die Behandlung des Haares unter der Haut
  • Die Manuelle Entfernung des Haares mit einer Pinzette
  • Die Verwendung einer Nadel, um dem Haar den Weg aus der Haut zu ermöglichen

Ist das Haar noch unter der Haut, diese Stelle jedoch bereits gerötet oder entzündet, heißt es Geduld zu beweisen. Wichtig ist, dass du nichts überstürzt und zu keinen gewaltvollen Maßnahmen greifst, die die Haut schädigen können und im schlimmsten Fall zu Narben führen. Deswegen: solltest du das eingewachsene Haar schon sehen oder spüren können, versuchst du am besten, durch schonende Methoden, dem Haar nach und nach den Weg aus der Haut zu ermöglichen. Erreichen kannst du das durch Peelings, Massagehandschuhe, durch ein Dampfbad oder durch das Auflegen eines warmen und nassen Handtuches. Ziel sollte es sein, die Poren zu öffnen und somit das Haar schonend aus der Haut zu bekommen.

In diesem Stadium kannst du bereits beginnen, deine Haut mit Cremes zu behandeln. Es gibt viele verschiedene Marken, die Cremes gegen eingewachsene Haare anbieten, die auch noch entzündungshemmend wirken.

Die Pinzette ist eine weitere wirkungsvolle Möglichkeit, eingewachsene Haare zu entfernen. Dafür gibt es speziell Entwickelte Pinzetten. Erkennen kannst du diese an den spitzen Enden. Diese Art der Pinzetten erlaubt es dir sehr genau beim Entfernen der Haare vorzugehen. Außerdem eignen sich die Spitzen gut, um die Pusteln aufzustechen und somit dem Haar den Weg zu erleichtern. Auch beim direkten Entfernen der Haare mit einer Pinzette, lohnt es sich, eine gewisse Vorarbeit durchzuführen. Besonders empfehlenswert ist dabei, die Poren mit einem Dampfbad oder warmen Handtuch zu öffnen. Somit minimierst du das Risiko, dass das Haar beim Zupfvorgang abreist und tiefer in die Haut eindringt. Außerdem wichtig: Desinfiziere deine Geräte immer, bevor du diese an deine Haut lässt. Jegliche Art von Schmutz oder Bakterien können zu Entzündungen führen, die erstens schmerzhaft sein können und zweitens Narbenbildung begünstigen können.

Bei der Verwendung der Nadel wird ähnlich wie bei der Pinzette vorgegangen. Als erstes solltest du deine Nadel desinfizieren, danach vorsichtig die betroffene Stelle öffnen, im besten Fall die Haut nochmals desinfizieren und danach warten, bis das Haar langsam aus der Haut wächst.

Was du niemals machen solltest: Auch wenn eingewachsene Haare oftmals wie Pickel aussehen und dementsprechend zum Ausdrücken einladen, solltest du das dringlich vermeiden. Durch die Ansammlung von Dreck und Bakterien unter den Nägeln, riskierst du Entzündungen. Zusätzlich kann es passieren, dass du durch falsche Druckausübung das Haar mehr in den Körper anstatt raus bewegst. Das kann dazu führen, dass das Haar schwerer zu entfernen geht, da es sich in tieferen Hautschichten befindet.

Auch nach der Haarentfernung solltest du einige Punkte beachten:

  • Zink hilft bei der Wundheilung
  • Desinfizieren nach der Entfernung
  • Haut kühlen, um Rötungen zu minimieren

Zink gilt als echte Wunderwaffe, wenn es um Wundheilung und Beruhigung der Haut geht. Dementsprechend wirksam haben sich Cremes mit Zink für die Wundheilung erwiesen. Außerdem gibt es in Apotheken Sprays, die eine Desinfizierende Wirkung auf Wunden haben. Solltest du trotz vorsorglicher Maßnahmen, ein bisschen Schmutz in die Wunde bekommen haben, empfiehlt es sich Sprays zu kaufen, die die Haut vor schädlichen Bakterien schützen soll.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenhand mit eingewachsenen Haaren ist: wie man das Entstehen von eingewachsenen Haare vermeiden kann. Da man nicht genau sagen kann, wann und wo Haare einwachsen, ist es schwer dieses Phänomen gezielt zu verhindern.

Solltest du jedoch große Probleme damit haben, kannst du präventiv Maßnahmen durchführen. Regelmäßige Peelings sowie das eincremen der Haut, sollte helfen, das Entstehen der eingewachsenen Haare zu verhindern.

Sei dir aber bitte stets bewusst, dass trotz vorbeugender Maßnahmen, ein eingewachsenes Haar nie zu 100% verhindert werden kann.

Zu guter Letzt werde ich dir noch ein paar Tipps mitgeben, von denen man häufig liest, dass diese gut gegen eingewachsene Haare helfen.

Solltest du dich dazu entscheiden, Cremes zu kaufen, die gezielt gegen das einwachsen von Haaren vorgehen, kannst du darauf achten, dass folgende Inhaltsstoffe enthalten sind:

  • Teebaumöl: wirkt entzündungshemmend und wundheilend
  • Triclosan: ist ein Bakterienabtöter und wirkt desinfizierend
  • Vitamin: A Ist ein wichtiger Bestandteil für die Haut
  • Zink: hilft bei der Wundheilung
  • Glycerine: bewirkt, dass sich die Poren öffnen

Ein weiteres Wundermittel, wenn es um eingewachsene Haare geht, ist die Verwendung von Tonerde. Das Besondere an diesem Produkt ist, dass im Gegensatz zu vielen anderen Peelings, eine gewisse Zugwirkung durch die Trocknung von außen nach innen entsteht. Außerdem wirkt das Produkt bis in tiefe Hautschichten und kann dadurch in die Sphäre, in der sich eingewachsene befinden, einwirken.

Solltest du unter einwachsenden Haaren leiden, kannst du durchaus probieren, eine andere Art der dauerhaften Haarentfernung zu finden. Oftmals kann durch den Wechsel eine positive Auswirkung auf die Haut festgestellt werden.

Oberste Priorität sollte aber immer bei deiner Haut liegen und dass du diese nicht mutwillig zerstörst oder schädigst. Die Folgen die man durch unbedachte Beschädigung bleiben sehr lange, wenn nicht sogar ein Leben lang.

 

Quellen:

https://www.kaufberater.io/drogerie/enthaarung/epilierer/

http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/intimrasur-welche-komplikationen-waxing-und-epilieren-haben-koennen-a-884847.html